Schule aus Kindersicht Illustration: Schüler
Illustration: Schülerinnen
Postkarten
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Umsetzung und methodischer Ansatz

Von Dezember 2004 bis Februar 2005 traf sich die 10köpfige Gruppe im Kinderspielhaus Düsseldorf ein- bis zweimal in der Woche, um kontinuierlich am Projekt „Schule aus Kindersicht“ mitzuwirken. Die Umsetzung des Projektes erfolgte in vier Phasen:

Darüber hinaus dokumentierten Medienpädagogen/innen des JFC Medienzentrum Köln die einzelnen Phasen per Video.

1. Phase: Bildung der Projektgruppe
Die Teamer/innen des Kinderspielhauses forderten ihre regelmäßigen Besucher in offenen Gesprächsrunden dazu auf, von Schule zu erzählen. Nach einigen Treffen kristallisierte sich eine feste Projektgruppe von zehn Kindern/Jugendlichen heraus, deren Interesse für das Projekt geweckt war und die bis zum Schluss dabei blieben.
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2. Phase: Themenfindung
In den Diskussionsrunden wurden zunächst keine Themen vorgegeben, damit eigene Ideen und Positionen herausgefunden und artikuliert werden konnten. Die Ideen wurden von den Pädagogen/innen gebündelt, thematisch sortiert, noch einmal mit den Vorstellungen der Kinder/Jugendlichen abgeglichen und in weiteren Diskussionen vertieft.
Es ergaben sich sechs Hauptthemen (Lernen, Lehrer, Mitschüler, Schulgebäude, Klassenraum, Schulweg), an denen sich die Teilnehmer/innen im weiteren Projektverlauf orientierten und die dazugehörigen Sichtweisen erarbeiteten.
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3. Phase: Visualisierung der Aussagen
Zur Visualisierung ihrer Positionen stellten die Teilnehmer/innen eigenes Fotomaterial her. Sie fotografierten ihr Schulgebäude, Klassenzimmer, Lehr-/Lernsituationen und einzelne Interaktionen zwischen den Mitschüler/innen.
Der Schwerpunkt der medienpädagogischen Anleitung lag darin, den Schüler/innen zu vermitteln, wie es gelingen kann, Motive so auszuwählen und zu fotografieren, dass sie die gewünschten Aussagen unterstützten.
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4. Phase: Erstellung der Postkarten
Im Rahmen eines Wochenend-Workshops gestalteten die Teilnehmer/innen mit Unterstützung von Medienpädagogen/innen Postkarten, in denen sie ihre erarbeiteten Sichtweisen auf Schule zum Ausdruck brachten. Dafür bearbeiteten sie ihre Fotos am Computer und kombinierten diese mit eigenen Sprüchen und Kommentaren.
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Methodischer Ansatz

Bei der Umsetzung des Projektes wurden im Wesentlichen zwei Methoden verfolgt.

Zum einen wurde darauf geachtet, die Kinder von Beginn an in die Prozesse mit einzubeziehen. Das heißt, es wurden offene Gesprächsforen angeboten, in denen die Kinder selbst bestimmten, in welche Richtung sie die Diskussionen lenken wollten. Die Pädagogen leisteten lediglich Hilfestellung bei der Bündelung und Einordnung der Diskussionsergebnisse.

Zum anderen wurden in der prozess- und produktorientierten Medienarbeit, in Form der kreativen Gestaltung der Fotos und Postkarten, die Eigeninitiative und Ausdrucksfähigkeit der Kinder noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise gefordert als beim rein sprachlichen Ausdrücken eigener Gedanken und Befindlichkeiten. Das eröffnete eine zusätzliche Lernebene und ermöglichte tiefergehende Reflexionsprozesse.

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  Konzept & Durchführung:   gefördert vom:  
  JFC Medienzentrum Köln Kinderspielhaus Düsseldorf Jugendamt Düsseldorf